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Ratgeber · Word zu PDF 2026

PDF-Umwandlung: Umlaute, Bilder, Tabellen und Seitenumbrüche

Ein Troubleshooting-Leitfaden für die typischen Fehler bei der DOCX-zu-PDF-Umwandlung, von kaputten Umlauten über verrutschte Tabellen bis zu fehlenden Bildern.

Foto von Eike-Christian Ramcke

Von Eike-Christian Ramcke

Geschäftsführer AKARA Solutions GmbH

8 min Lesezeit Veröffentlicht
Hinweis: Redaktioneller Inhalt. Mathematischer Rechner ohne Beratungsanspruch.

Wenn die Umwandlung nicht so läuft wie gewünscht

Die meisten Word-zu-PDF-Umwandlungen klappen problemlos. Es gibt aber eine Handvoll typischer Fehler, die immer wieder auftreten. Dieser Leitfaden ordnet sie nach Symptom und nennt jeweils Ursache und Lösung.

Problem 1: Umlaute erscheinen als Kästchen oder Fragezeichen

Symptom: Statt ä, ö, ü oder ß stehen leere Kästchen, Fragezeichen oder gar nichts im PDF.

Ursache: Die verwendete Schrift im PDF deckt die deutschen Sonderzeichen nicht ab, oder die Zeichenkodierung passt nicht. Besonders die klassischen PDF-Standardschriften haben einen begrenzten Zeichenvorrat.

Lösung: Eine Schrift mit vollständigem Latin-Extended-Zeichensatz und UTF-8-Unterstützung einbetten. Bei einem Werkzeug auf Basis von jsPDF wird dafür eine TrueType-Schrift wie Roboto oder Open Sans geladen und registriert. Beim Export aus Word das Häkchen zum Einbetten der Schriften setzen. Hintergründe dazu im Ratgeber Schriftarten im PDF.

Problem 2: Tabellen verrutschen oder werden abgeschnitten

Symptom: Spalten sind zu schmal, Inhalt wird abgeschnitten, oder die Tabelle ragt über den Seitenrand hinaus.

Ursache: Word-Tabellen können breiter sein als der bedruckbare Seitenbereich. Bei der Umwandlung über ein HTML-Zwischenformat werden komplexe Tabellen mit verbundenen Zellen vereinfacht.

Lösung: Die Tabellenbreite in Word auf "An Fenster anpassen" stellen, verbundene Zellen wo möglich auflösen, und sehr breite Tabellen quer (Querformat) setzen. Verschachtelte Tabellen vermeiden, weil sie am häufigsten zu Verschiebungen führen.

Problem 3: Bilder fehlen oder sind unscharf

Symptom: Eingefügte Bilder erscheinen im PDF nicht, an falscher Stelle oder verpixelt.

Ursache: Frei schwebend positionierte Bilder ("Vor den Text" oder "Hinter den Text") werden von einfachen Konvertern oft nicht korrekt übernommen. Zu stark komprimierte Bilder wirken unscharf.

Lösung: Bilder als "Mit Text in Zeile" einbinden statt frei schwebend. Vor dem Einfügen auf eine sinnvolle Auflösung achten, etwa 150 dpi für Bildschirm und Standarddruck. Die Bilder nicht über die Originalgröße hinaus vergrößern.

Problem 4: Falsche oder fehlende Seitenumbrüche

Symptom: Inhalte landen auf der falschen Seite, eine Überschrift steht allein am Seitenende, oder es entstehen unerwartete Leerseiten.

Ursache: Manuelle Leerzeilen statt echter Seitenumbrüche, oder eine leere letzte Seite durch einen überzähligen Absatz am Dokumentende.

Lösung: Echte Seitenumbrüche über Strg und Enter setzen, nicht mit vielen leeren Zeilen arbeiten. Den letzten leeren Absatz am Dokumentende löschen. In Word über die Funktion "Formatierungszeichen anzeigen" werden überzählige Absätze sichtbar.

Übersicht der häufigsten Fehler

SymptomWahrscheinliche UrsacheSchnelle Lösung
Umlaute als KästchenSchrift ohne deutsche ZeichenSchrift mit vollem Zeichensatz einbetten
Tabelle abgeschnittenTabelle breiter als SeiteBreite anpassen oder Querformat
Bild fehltfrei schwebende Position"Mit Text in Zeile" wählen
Leerseite am Endeüberzähliger Absatzletzten Absatz löschen
Schrift sieht anders ausFont-SubstitutionSchrift einbetten oder Standardschrift nutzen
Datei zu großunkomprimierte BilderBilder vor Export komprimieren

Problem 5: Das PDF ist riesig

Symptom: Ein kurzes Dokument ergibt ein PDF von mehreren Megabyte.

Ursache: Hochauflösende Bilder oder Scans, die unkomprimiert eingebettet werden.

Lösung: In Word über "Bilder komprimieren" die Auflösung reduzieren, beim Export "Minimale Größe" wählen. Bei reinen Textdokumenten sollte das PDF nur wenige hundert Kilobyte groß sein.

Problem 6: Links funktionieren nicht

Symptom: Im Word-Dokument anklickbare Links sind im PDF nur normaler Text.

Ursache: Manche einfachen Konverter übertragen die Verlinkung nicht, sondern nur den sichtbaren Text.

Lösung: Den Export direkt aus Word nutzen, das Hyperlinks zuverlässig als klickbare PDF-Links übernimmt. Alternativ die vollständige URL als sichtbaren Text schreiben, sodass sie auch ohne Verlinkung nutzbar bleibt.

Wenn gar nichts hilft

Bleibt ein Problem hartnäckig, lohnt der Wechsel des Weges. Wandelt ein Browser-Konverter eine sehr komplexe Datei nicht sauber um, liefert der direkte Export aus Word oder LibreOffice oft das bessere Ergebnis, weil diese Programme das Original-Layout vollständig kennen. Welcher Weg sich wann eignet, vergleicht der Ratgeber Online-Konverter, Adobe und Word-Export im Vergleich.

Problem 7: Kopf- und Fußzeilen fehlen

Symptom: Seitenzahlen, Briefkopf oder Fußzeile aus dem Word-Dokument tauchen im PDF nicht auf.

Ursache: Einfache Konverter, die über ein HTML-Zwischenformat arbeiten, übernehmen Kopf- und Fußzeilen oft nicht, weil HTML kein direktes Gegenstück dazu kennt.

Lösung: Den direkten Export aus Word oder LibreOffice nutzen, der Kopf- und Fußzeilen samt automatischer Seitenzahlen zuverlässig übernimmt. Wenn der Inhalt dieser Zeilen wichtig ist, lässt er sich notfalls in den normalen Textfluss verschieben.

Problem 8: Sonderzeichen und Symbole fehlen

Symptom: Aufzählungspunkte, mathematische Zeichen oder Symbol-Schriften wie Wingdings erscheinen falsch oder gar nicht.

Ursache: Diese Zeichen stammen aus speziellen Symbol-Schriften, deren Glyphen in der PDF-Standardschrift nicht enthalten sind.

Lösung: Symbol-Schriften vermeiden, wo es geht, und auf Unicode-Symbole ausweichen, die in normalen Schriften enthalten sind. Wird eine Symbol-Schrift gebraucht, muss sie eingebettet werden, siehe Ratgeber Schriftarten im PDF.

Eine systematische Checkliste vor dem Export

Wer die folgenden Punkte vor jeder Umwandlung kurz abhakt, vermeidet die meisten Probleme von vornherein:

  • Schriftarten sind verbreitet oder werden eingebettet
  • Tabellen passen in die Seitenbreite
  • Bilder sind mit Text in Zeile eingebunden und sinnvoll aufgelöst
  • Keine überzähligen Leerzeilen oder Leerseiten
  • Korrekturmarkierungen und Kommentare entfernt
  • Seitenformat steht auf A4
  • Dokument einmal komplett durchgesehen

Nach der Umwandlung prüfen

Genauso wichtig wie die Vorbereitung ist die Kontrolle des Ergebnisses. Das fertige PDF einmal komplett durchscrollen, Umlaute stichprobenartig prüfen, an den Seitenübergängen auf abgeschnittene Inhalte achten und die Dateigröße kontrollieren. Idealerweise öffnet man das PDF auf einem zweiten Gerät, weil sich so Schrift- und Darstellungsprobleme zeigen, die auf dem eigenen Rechner verborgen , an den Seitenübergängen auf abgeschnittene Zeilen oder Tabellen achten und bei eingebetteten Bildern kontrollieren, ob sie scharf und vollständig sind. Fällt etwas auf, lohnt sich die Korrektur im Word-Dokument und eine erneute Umwandlung, statt nachträglich im PDF zu flicken.

Zum Mitnehmen

Die meisten Probleme bei der Umwandlung lassen sich auf wenige Ursachen zurückführen: fehlende oder exotische Schriftarten, zu breite Tabellen, frei positionierte Objekte und alte Dateiformate. Wer das Dokument vor der Konvertierung aufräumt, gängige Schriften verwendet und das Ergebnis kurz gegenliest, erhält in aller Regel ein sauberes PDF. Treten dennoch Abweichungen auf, ist die Korrektur in der Word-Quelle und eine neue Umwandlung der zuverlässigste Weg.

Häufige Fragen

Was Leserinnen und Leser sonst noch fragen

Warum werden Umlaute im PDF als Kästchen angezeigt?
Die verwendete Schrift deckt die deutschen Sonderzeichen nicht ab oder die Zeichenkodierung passt nicht. Die Lösung ist das Einbetten einer Schrift mit vollständigem Latin-Extended-Zeichensatz und UTF-8, etwa Roboto oder Open Sans, oder beim Word-Export das Einbetten der Schriften zu aktivieren.
Was tun, wenn Tabellen im PDF abgeschnitten sind?
Die Tabellenbreite in Word auf "An Fenster anpassen" stellen, verbundene Zellen wo möglich auflösen und sehr breite Tabellen im Querformat setzen. Verschachtelte Tabellen vermeiden, weil sie am häufigsten zu Verschiebungen führen.
Warum fehlen Bilder im fertigen PDF?
Frei schwebend positionierte Bilder werden von einfachen Konvertern oft nicht übernommen. Bilder als "Mit Text in Zeile" einbinden statt vor oder hinter den Text. Auf eine sinnvolle Auflösung von etwa 150 dpi achten, damit sie scharf bleiben.
Wie entferne ich eine ungewollte Leerseite am Ende?
Eine Leerseite entsteht meist durch einen überzähligen Absatz am Dokumentende. In Word die Formatierungszeichen anzeigen lassen, den letzten leeren Absatz löschen und für Umbrüche echte Seitenumbrüche über Strg und Enter statt vieler Leerzeilen nutzen.
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